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OnePlus 15 im Test: Das schnellste Flaggschiff des Jahres 2025

Foundry | Alex Walker-Todd



Auf einen Blick



Pro




Klassenbeste Leistung



Großartige Nutzererfahrung mit gelungenen KI-Funktionen



Unglaubliche Akkulaufzeit



Extrem schnelles Laden




Kontra




Stark an iOS angelehnte Software



Nur 4 Jahre OS-Updates



Magnetisches Zubehör funktioniert nur mit Hülle




Fazit



Trotz anfänglicher Sorgen um einzelne schwächere Komponenten zeigt das OnePlus 15 im Test seine Stärken. Sie bekommen eines der aktuell schnellsten Smartphones, eine rundum gelungene Nutzererfahrung, einen Akku mit extrem langer Laufzeit und eine Kamera mit vielen Funktionen. Das alles verpackt OnePlus in einem klar überarbeiteten Design.



Außerhalb Chinas ist das OnePlus 13 noch nicht einmal ein Jahr auf dem Markt, hat aber bereits gezeigt, dass es zu den leistungsstärksten Smartphones seiner Klasse gehört. Es bietet außerdem das aktuell beste Preis-Leistungs-Verhältnis unter den Android-Flaggschiffen.



Trotz der weiterhin starken Performance des 13 setzt OnePlus auf das Motto “Never Settle” und bringt mit dem OnePlus 15 bereits den Nachfolger auf den Markt. Langjährige OnePlus-Fans wissen, warum das Unternehmen die Zahl 4 meidet. (In China gilt sie wegen der Lautähnlichkeit mit dem Wort für “Tod” als Unglückszahl.) Gleichzeitig zeigt der Sprung in der Modellnummer auch die technischen Fortschritte, die das neue Flaggschiff ausmachen.



Das OnePlus 15 bietet tatsächlich einige Neuheiten und einzigartige Ansätze bei Hardware und Software. Um zu prüfen, ob sich das auch im Alltag auszahlt, habe ich das Smartphone in den vergangenen Wochen intensiv getestet.



Design & Verarbeitung




Neue Designsprache



Schutzklasse IP66, IP68, IP69 und IP69K



Unterstützt das magnetische Zubehör-Ökosystem, allerdings nur mit passender Hülle




Mich konnte das Design des OnePlus 13 nicht wirklich überzeugen. Zwar war das Smartphone hochwertig verarbeitet, doch die gestalterischen Entscheidungen bei Geometrie und Oberflächen wirkten in meinen Augen uneinheitlich, überladen und kompliziert.



Beim OnePlus 15 hat sich das erheblich gebessert. Die Designsprache, die OnePlus mit dem 13er eingeführt hat, findet sich auch im neuen Flaggschiff wieder, sieht aber viel eleganter aus: flache Seiten, flaches Glas vorn und hinten, stärker abgerundete Ecken und eine komplett überarbeitete Kamerainsel auf der Rückseite.



Das Ergebnis ist ein klarer, minimalistischer Look – unterstützt von einer erstklassigen Verarbeitung, die aktuell zu den besten am Markt gehört. Durch die LIPO-Technik (Low-Injection Pressure Overmolding) sitzt das Display in extrem schmalen Rändern von nur 1,15 Millimetern – sogar noch dünner als bei den vergangenen beiden iPhone-Pro-Max-Generationen mit 1,36 Millimetern.



Wenn Sie genau hinschauen, erkennen Sie vielleicht eine Ähnlichkeit zum Oppo Find X9 und X9 Pro. Während diese Modelle in den meisten Regionen nur in vergleichsweise unscheinbarem Silber oder Weiß erhältlich sind, bietet das OnePlus 15 gleich drei Farbvarianten.


Foundry | Alex Walker-Todd



Ultra Violet ist die auffälligste Farbvariante mit einem Lavendel-Ton auf Rahmen und Rückseite. Letztere schimmert dank einer irisierenden Beschichtung je nach Lichteinfall in unterschiedlichen Farben. Infinity Black gilt laut OnePlus als das “schwärzeste Schwarz, das es je auf einem Smartphone gab”. Die super-matte Oberfläche inklusive geätzter AG-Glas-Rückseite hebt es selbst von anderen schwarzen Smartphones deutlich ab.



Technisch am beeindruckendsten und zugleich das unverkennbare Highlight der diesjährigen Modelle ist Sand Storm. Wie Infinity Black kommt es mit super-matter Rückseite, Rahmen und Kamerainsel, erreicht den warmen Grauton aber durch ein bisher einzigartiges Verfahren namens Micro-Arc-Oxidation, kurz MAO, auf dem Metallgehäuse.



Das Ergebnis ist ein Material, das laut OnePlus 1,3-mal härter als Titan und 3,4-mal härter als Aluminium ist. Die Metallflächen fühlen sich dadurch kühler an und die Rückseite besteht nicht aus Glas, sondern aus Fiberglas.


Foundry | Alex Walker-Todd



Trotz der Versprechen von OnePlus war ich zunächst skeptisch, wie widerstandsfähig die neue Oberfläche ist. Nach drei Wochen intensiver Nutzung zeigt sich jedoch, dass MAO deutlich unempfindlicher gegen Kratzer und kleine Stöße ist, als ich erwartet hätte. Auch Fingerabdrücke sind weniger sichtbar.



Für ein Unternehmen, das früher auf IP-Zertifizierungen verzichtet hat, setzt das OnePlus 15 nun neue Maßstäbe. Es wurde in mehr Kategorien getestet als jedes andere aktuelle Smartphone und trägt die Zertifizierungen IP66, IP68, IP69 und IP69K. Letztere bedeutet, dass es Hochdruck-Wasserstrahlen bei hohen Temperaturen standhält. Außerdem können Sie das Smartphone laut Hersteller bis zu 30 Minuten vollständig in Süßwasser bis zu einer Tiefe von zwei Metern untertauchen. Beim Vorgängermodell waren es nur 1,5 Meter.



Wer sein OnePlus 15 zusätzlich schützen möchte, kann zum Verkaufsstart aus drei Hüllen sowie einem entspiegelten Displayschutz wählen. Wie beim OnePlus 13 lassen sich die Hüllen mit magnetischem Zubehör wie Magsafe oder Pixelsnap nutzen. Qi2-Unterstützung hat OnePlus zugunsten des schnelleren 50-Watt-AirVOOC-Wireless-Chargings jedoch weggelassen.


Foundry | Alex Walker-Todd



Von der Hole Pattern Magnetic Case würde ich eher abraten. In der Praxis weicht sie deutlich von den offiziellen Produktbildern ab. Die mitgelieferten Silikon-Pins zur Individualisierung ändern daran wenig, und das sandfarbene Kunststoffmaterial harmoniert nicht mit der Sand-Storm-Variante.



Bildschirm & Lautsprecher




6,78-Zoll 1,5K ProXDR LTPO OLED-Display



165 Hertz maximale Bildwiederholrate mit eigenem Touch-Reaktions-Chip



Neues Stereo-Lautsprecher-Layout




Das neue, stärker abgerundete Gehäuse des OnePlus 15 beherbergt technisch gesehen ein etwas kleineres Display (6,78 Zoll statt 6,82) mit geringerer Auflösung (rund 450 statt 510 Pixels per Inch) als das OnePlus 13. Es handelt sich aber nach wie vor um ein großes Smartphone mit einem sehr scharfen, hochwertigen Bildschirm.



OnePlus spart nicht heimlich an der Hardware. Es gibt ein neues 1,5K ProXDR-OLED-Panel, das auf den Gaming-Stärken der Vorgänger aufbaut und zwei relevante Verbesserungen bietet. Als LTPO-Display passt sich die Bildwiederholrate dynamisch zwischen 1 und 120 Hertz an, wobei die meisten UI-Elemente bei maximal 120 Hertz laufen.



Das sorgt für eine flüssige Bedienung und bessere Energieeffizienz gegenüber herkömmlichen Panels. Neu ist, dass das Display in unterstützten Apps auf bis zu 165 Hertz hochschalten kann. Das ist ein klarer Vorteil beim kompetitiven Gaming.



Die 165-Hertz-Spitze funktioniert nur in ausgewählten Spielen, etwa “PUBG” via Frame Interpolation, sowie nativ in Titeln wie “COD Mobile”, “Clash of Clans” oder “Real Racing 3”. Ob die 165-Hertz-Unterstützung von OnePlus implementiert wird oder Entwickler dafür sorgen müssen, ist derzeit noch unklar.



Basierend auf meiner ungewöhnlich erfolgreichen Runde in “Call of Duty” auf dem OnePlus 15 gehe ich davon aus, dass die höhere Bildwiederholrate mir den entscheidenden Vorteil verschafft hat. Hinzu kommt, dass das Display eine beeindruckende Touch-Sampling-Rate von 3.200 Hertz bietet. Das ist die Geschwindigkeit, mit der Eingaben registriert werden. Sie übertrifft alles, was ich bisher getestet habe, selbst das neue Redmagic 11 Pro mit maximal 3.000 Hertz.



Ein kleiner Nachteil fällt beim Spielen auf: Durch die abgerundeten Ecken können manche UI-Elemente, etwa im überladenen Hauptmenü von “COD Mobile”, fast abgeschnitten wirken oder sie lassen sich nur schwer präzise antippen.



Das neue Display bietet zudem eine höhere Helligkeitsspitze von 1.800 Nits, während das OnePlus 13 und das iPhone 17 Pro Max bei 1.600 Nits liegen. Das sorgt für hellere Inhalte und eine bessere Lesbarkeit im Freien.



Wer häufig Androids Extra Dim nutzt, freut sich zudem über die Kombination mit der minimalen Helligkeit von 1 Nit, die nun auf 0,5 Nit reduziert werden kann. Versteckt im Display arbeitet ein ultraschneller und zuverlässiger Fingerabdrucksensor, der sogar funktioniert, wenn der Bildschirm aus ist oder sich Feuchtigkeit darauf angesammelt hat.



Das Display wird von einem überarbeiteten Audiosystem begleitet. Die symmetrischen Lautsprechergitter oben und unten am Gehäuserahmen sorgen für einen kräftigeren Sound als beim OnePlus 13. Auch bei voller Lautstärke bleibt die Verzerrung minimal.


Foundry | Alex Walker-Todd



Der Haken ist, dass das Stereo-Set-up zwar offiziell vorhanden ist, aber nicht optimal umgesetzt wurde. Der nach unten gerichtete Lautsprecher liefert deutlich stärkere Bässe, während der obere Lautsprecher verhältnismäßig schwach bleibt. Insgesamt klang das OnePlus 13 für mich satter. Die Lautsprecher des OnePlus 15 wirken ausgewogener, aber flacher.



Gerüchten zufolge setzt OnePlus beim OnePlus 15 auf einen kleineren linearen Motor. Beim direkten Vergleich über die O-Haptics-Demo in den Einstellungen konnte ich keinen Unterschied feststellen. Das haptische Feedback bleibt hochwertig und gut abgestimmt.



Ausstattung & Rechenleistung




Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 Prozessor



Bis zu 16 GB RAM und 512 GB Speicher



Eigener G2‑WiFi‑Chip




Wie das OnePlus 13 eines der ersten Smartphones mit Qualcomms Snapdragon 8 Elite war, ist das OnePlus 15 eines der ersten Geräte außerhalb Chinas mit dem neuen Snapdragon 8 Elite Gen 5.



Schon vor dem Test war klar, wie groß der Abstand der Gen‑5‑Plattform gegenüber selbst Apples aktuellem A19 Pro-Chip ist. Auch Benchmarks bestätigen die deutliche Überlegenheit gegenüber anderen aktuellen Flaggschiff-Prozessoren.



OnePlus 15 Benchmarks



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Die Geekbench‑6‑Multi‑Core-Werte zeigen eine rund 20 Prozent höhere CPU-Leistung im Vergleich zu Smartphones mit Snapdragon 8 Elite (wie das OnePlus 13), Dimensity 9500 (wie das Oppo Find X9 Pro) oder A19 Pro (wie das iPhone 17 Pro). OnePlus gibt außerdem an, dass die CPU 35 Prozent effizienter arbeitet.



Dabei verlässt sich OnePlus nicht nur auf Qualcomms Prozessor. Neben der Möglichkeit, den Speicher als zusätzlichen RAM zu nutzen, erhalten Käufer des Top‑Modells mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher den schnelleren LPDDR5X “Ultra+” RAM.



OnePlus bezeichnet diesen als “schnellsten RAM der Mobilbranche”. Mit einer Datenrate von rund 10.667 Megabits pro Sekunde liegt sie etwa doppelt so hoch wie beim RAM der letzten Generation mit Snapdragon 8 Elite, der maximal 5.600 Megabits pro Sekunde unterstützt.



Überdies gibt es zahlreiche weitere Technologien, die die Leistung des OnePlus 15 steigern sollen. Sie lassen sich nur schwer messen, zeigen aber, wie weit OnePlus die Optimierung für dieses Flaggschiff vorangetrieben hat.


Foundry | Alex Walker-Todd



OnePlus hat den CPU-Scheduler von Android durch eine eigene Lösung ersetzt. Dieser sorgt dafür, dass bestimmte Prozesse je nach Aufgabe priorisiert werden. Laut Hersteller müssen so rund 23 Prozent weniger Anweisungen an die CPU geschickt werden, was die Verarbeitung beschleunigt und den Stromverbrauch senkt.



Neben einem schnelleren Display und einem eigenen Chip für die extrem hohe Touch-Reaktionsrate, hat das OnePlus 15 auch einen eigenen G2‑WiFi‑Chip. Dieser soll die Netzwerkleistung bei schwacher Verbindung verbessern und die Stabilität erhöhen.



Die Adreno-GPU des Snapdragon liefert laut Datenblatt 23 Prozent bessere Grafikleistung bei 20 Prozent höherer Energieeffizienz. Die “HyperRendering”-Technik soll die Frame-Erzeugung zusätzlich um 80 Prozent effizienter machen. Dank OP Gaming Core, einer eigenen Software-Komponente, kann das OnePlus 15 stabil 120 Bilder pro Sekunde für bis zu eine Stunde liefern.



Trotz all dieser beeindruckenden Technologien war ich gespannt, wie das OnePlus 15 dauerhaft performt. Anders als die aktuellen Redmagic-Modelle verfügt es über keine aktive Kühlung. Die verbaute Vapor Chamber ist zudem über 40 Prozent kleiner als beim OnePlus 13, weshalb ich zunächst Bedenken hatte.


Foundry | Alex Walker-Todd



Im “Balanced”-Modus sank die Leistung des OnePlus 15 im 3DMark-Wild Life Extreme-Stresstest über 20 Minuten um etwa 30 Prozent. Zum Vergleich: Beim OnePlus 13 lag der Leistungsabfall unter denselben Bedingungen bei 34 Prozent. Trotz der kleineren Vapor Chamber im 15 sorgen moderne Materialien wie weißes Graphit und Aerogel, der effizientere Prozessor und die Technologien des OP Gaming Core für einen leichten Vorteil bei der Dauerleistung.



Beliebte Spiele wie “Zenless Zone Zero” starten auf dem 15 standardmäßig mit hohen Grafikeinstellungen, während “Call of Duty Mobile” mit “Sehr Hoch” und dem Maximalwert von 165 Bildern pro Sekunde läuft.



Kameras




50-MP-Hauptkamera, Ultraweitwinkel- und 3,5‑fach-Teleobjektiv



32-MP-Frontkamera



Erstes OnePlus-Smartphone mit “DetailMax Engine”




Vor der Enthüllung des OnePlus 15 hatte ich auch Bedenken bezüglich der Kameras. Das 15 nutzt kleinere 50‑Megapixel-Sensoren als das OnePlus 13 und hat bei Haupt- und Telekamera eine kleinere Blendenöffnung, wodurch weniger Licht auf die Sensoren fällt. Trotzdem sind die Bilder mindestens genauso gut, teilweise sogar besser.



Das OnePlus 13 bot damals eine ehrlichere Fotoerfahrung als viele andere Spitzenhandys. Grund dafür waren die Zusammenarbeit mit Hasselblad und die zurückhaltende, authentische Bildverarbeitung.


Foundry | Alex Walker-Todd



Beim OnePlus 15 gibt es die Hasselblad-Partnerschaft nicht mehr. Stattdessen setzt OnePlus nun komplett auf die eigene Bildverarbeitung, die unter dem Namen “DetailMax Engine” zusammengefasst ist.



Ob die Ergebnisse besser sind, hängt meist vom persönlichen Geschmack ab. Ich bevorzuge die Bildverarbeitung des OnePlus 15 gegenüber dem Vorgänger. Fotos wirken stärker bearbeitet, und bei wenig Licht sind feine Details etwas weicher. Dafür gibt es weniger Bildrauschen, einen besseren Dynamikumfang und lebendigere Farben.


Anyron Copeman / Foundry



Die Aufnahmen wirken lebendiger als beim OnePlus 13. Die Porträtfotografie zeigt eine bessere Kantenerkennung und Trennung des Motivs. Die stärkere Bildverarbeitung sorgt für aufgehellte Schatten und einen etwas sanfteren Kontrast.



Wie Apple vor einigen Jahren und Oppo mit der Find X9-Serie nimmt das OnePlus 15 nun standardmäßig Fotos in höherer Auflösung auf: 26 statt 12 Megapixel. Das liefert mehr Details, geht aber mit größeren Dateien einher.



Die “Clear Burst”-Funktion wurde ebenfalls verbessert und schießt nun 10 statt sechs Bilder pro Sekunde. Gleichzeitig liefert sie einen besseren Dynamikumfang als Classic Burst, das zwar mehr Fotos pro Sekunde aufnimmt, aber weniger Bildinformationen verarbeitet.



Die neue 32‑Megapixel-Frontkamera mit IMX709-Sensor besitzt einen Autofokus und nutzt ein RGBW-Pixel-Array (“W” für Weiß). Dadurch steigt die Lichtempfindlichkeit um 60 Prozent im Vergleich zum OnePlus 13. Besonders auffällig ist die verbesserte Farbwiedergabe, vorrangig bei Grüntönen, die das OnePlus 13 oft nur unzureichend darstellen konnte.



Trotz anderer Sensoren unterstützt das OnePlus 15 nun ebenfalls 4K‑Video mit 120 Bildern pro Sekunde in Dolby Vision, wie es auch beim Find X9 und Realme GT 8 Pro möglich ist. Die Bildqualität ist insgesamt sehr gut, der Dynamikumfang wirkt aber etwas schmaler als bei Fotos. Die Bildstabilisierung kann manchmal etwas ruckelig sein, was OnePlus vermutlich noch per Software-Update verbessern wird.



Auch wenn OnePlus nicht meine erste Wahl für Profi-Videoaufnahmen wäre, helfen neue High-End-Funktionen wie LOG-Aufnahmen mit LUT-Monitoring (nicht fest ins Bild eingebrannt), um in diesem Bereich konkurrenzfähig zu bleiben.



Akkulaufzeit & Aufladen




7.300‑mAh‑Akku



120 W Kabel- und 50 W Wireless-Laden



Kein Netzteil im Lieferumfang




Die Tatsache, dass das OnePlus 15 einen Akku mit 7.300 Milliamperestunden besitzt, wirkt fast unglaublich. Fortschritte bei der Batteriedichte und der Silizium-Kohlenstoff-Technik (Si‑C) ermöglichen inzwischen große Kapazitäten, ohne dass das Smartphone dadurch unhandlich wird.



Das OnePlus 13 hatte bereits hervorragende Laufzeiten, das 15 legt noch eine Schippe drauf. Nur der noch größere Akku mit 7.500 Milliamperestunden im Oppo Find X9 Pro liefert noch mehr Ausdauer.



Im Alltag kam ich auf über 16,5 Stunden aktive Bildschirmzeit pro Ladung. Der große Akku zusammen mit der hohen Performance, der effizienten Kühlung, dem schnellen Display und der Bypass-Ladefunktion macht das OnePlus 15 zu einem sehr starken Gaming-Flaggschiff. Dabei ist es gar kein reines Gaming-Handy.



In synthetischen Tests erreicht das OnePlus 15 im Work 3.0‑Battery-Test 26 Stunden und 26 Minuten. Damit liegt es weit vor fast allen anderen Smartphones (abgesehen vom Find X9 Pro). Auch im Alltag ist es das ausdauerndste Flaggschiff, das ich je getestet habe. Bei moderater Nutzung hält der Akku problemlos bis zu zwei Tage durch.


Foundry | Alex Walker-Todd



Typisch für OnePlus gibt es auch beim 15 das schnelle 120-Watt-Laden per Kabel. Mit einem kompatiblen SuperVOOC-Ladegerät (nicht im Lieferumfang enthalten) soll der Akku in nur 39 Minuten von 0 auf 100 Prozent geladen werden. Ich habe diesen Wert zwar nicht ganz erreicht, aber mit aktiviertem “Smart Rapid Charging” war der Akku trotz spürbarer Wärme nach 45 Minuten vollgeladen (47 Minuten ohne SRC). Für einen so großen Akku ist das ein beeindruckender Wert.



Drahtlos lädt das 15 mit 50-Watt-AirVOOC und erreicht in derselben Zeit 50 Prozent. OnePlus beschränkt die Schnellladefunktionen nicht auf eigene Netzteile: Auch PD-Laden wird jetzt mit bis zu 36 Watt unterstützt.



Wer sich Sorgen um die Lebensdauer macht: OnePlus gibt an, dass der Akku selbst nach vier Jahren noch 80 Prozent seiner Kapazität behält. Außerdem wurde er für den Betrieb bei Temperaturen bis –20 Grad Celsius getestet, was zusätzliche Sicherheit bietet.



Benutzeroberfläche & Apps




OxygenOS 16 auf Basis von Android 16 zum Marktstart



Neue KI-Funktionen, darunter AI Relight und AI PlayLab



Vier Jahre Betriebssystem-Updates und sechs Jahre Sicherheitsupdates




OxygenOS 16, das auf dem OnePlus 15 ab Werk läuft, ist laut OnePlus eines der größten Updates der letzten Jahre. Optisch ähnelt es OxygenOS 15, bringt aber viele kleine Anpassungen und Layout-Änderungen mit, die die Nutzererfahrung verbessern.



Neue Illuminance-Animationen erscheinen beim Wischen und es gibt Liquid-Glass-Elemente wie die PIN-Eingabe auf dem Sperrbildschirm. Die Predictive-Back-Geste zeigt nun deutlicher, wohin Sie beim Zurückwischen gelangen.


Foundry | Alex Walker-Todd



Die Flux Themes, die mit OxygenOS 15 eingeführt wurden, liegen nun in Version 2.0 vor. Sie bieten mehr Anpassungsmöglichkeiten und bessere Effekte auf dem Sperrbildschirm, etwa animierte Wallpaper und UI-Elemente mit Tiefenwirkung wie die Uhr.



Der Mind Space, unterstützt von Plus Mind und Anfang 2025 eingeführt, speichert Screenshots und Sprachnotizen. Die OnePlus-KI fasst Inhalte zusammen, extrahiert wichtige Informationen und schlägt etwa Kalendereinträge vor, basierend auf einem gerade fotografierten Event-Poster.



Die größte Neuerung in OxygenOS 16 ist die Integration von Google Gemini. So können Sie den Google Assistant per Sprache nutzen, um Daten aus Mind Space auszuwerten und darauf zuzugreifen.


Foundry | Alex Walker-Todd



OnePlus baut sein wachsendes KI-Angebot damit sinnvoll aus. Noch fehlt aber zwar eine einfache Möglichkeit, Inhalte aus dem Mind Space auf andere OnePlus-Geräte zu übertragen. Trotzdem könnte das Feature das Planen und Arbeiten deutlich erleichtern.



Ich finde den OnePlus-Ansatz für KI-Tools auf Smartphones besonders durchdacht. Die Funktionen passen sich automatisch an das an, was Sie gerade auf dem Bildschirm machen. Der Fokus auf praktische Hilfen wächst stetig.



Der AI Writer kann nun neben Notizen zusammenfassen und Texte umformulieren oder Diagramme und Mindmaps aus Eingabedaten erstellen. Die AI Scan-App erkennt Präsentationsfolien per Kamera, selbst aus schräger Perspektive, und erstellt daraus ein PDF. Mit AI PlayLab gibt es außerdem eine neue App, in der Nutzer experimentelle KI-Funktionen ausprobieren können.


Foundry | Alex Walker-Todd



Ähnlich wie bei der Pixel 10 Pro-Serie (zumindest in den USA) funktioniert PhotoSpell von PlayLabs sehr gut. Es setzt meine sprachlichen Anweisungen in Bildbearbeitungen um. YumSee übersetzt Speisekarten in fremden Sprachen und rechnet Währungen um, was besonders auf Reisen praktisch ist. PartyUp ist das ungewöhnlichste Feature von PlayLab. Es erstellt aus statischen Bildern Live-Fotos und -Videos, wobei Personen im Bild plötzlich winken oder jubeln.



Die ohnehin schon beeindruckenden KI-Werkzeuge in der nativen Fotos-App von OxygenOS erhalten mit AI Portrait Glow eine neue Funktion. Sie fügt Porträtaufnahmen einstellbares, virtuelles Licht hinzu und erlaubt so, das Bild mit unterschiedlicher Glaubwürdigkeit neu zu inszenieren.



Video-Bearbeitungsfunktionen sind nun ebenfalls integriert. Das OnePlus 15 lässt sich so noch besser als kreatives Werkzeug nutzen, etwa um Texte oder Musik hinzuzufügen oder Clips zu schneiden.



Die vier Jahre OS-Updates und sechs Jahre Sicherheitsupdates liegen zwar hinter Apple, Google und Samsung zurück, die 6 bis 7 Jahre bieten. Für die meisten Nutzer sind sie aber ausreichend und angesichts des Preises fair.



Preis & Verfügbarkeit



In Deutschland ist das OnePlus 15 ab sofort erhältlich. Bei Online-Händler Amazon kostet die Ausführung mit 12 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Speicher 949 Euro. 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 512 Gigabyte interner Speicher schlagen mit 999 Euro zu Buche.


Foundry | Alex Walker-Todd



Fazit



Vor dem Start gab es bei eingefleischten OnePlus-Fans Bedenken wegen der kleineren Kamerasensoren, des geänderten haptischen Motors, eines möglichen Identitätsverlusts bei OxygenOS und vermeintlich schwächerer Hardware im Vergleich zum Oppo Find X9 Pro. Tatsächlich ist das OnePlus 15 aber ein solides und gut gemachtes neues Flaggschiff.



Besitzer des OnePlus 13 könnten sich wegen des schnellen Nachfolgers übergangen fühlen. Zwar zeigt das Datenblatt Vorteile des 15 gegenüber dem Vorgänger, ein vollständiger Rundumsieg ist es aber nicht. Der Bass der Lautsprecher bleibt beim 13 kräftiger, der physische Alert-Slider ist noch da und das Display ist größer. Jede Generation hat also ihre Stärken.



Wer maximale Leistung sucht, ist hier genau richtig. Das OnePlus 15 wirkt, als wäre es im Labor für pure Performance entwickelt worden – und liefert vermutlich die derzeit stärkste Gesamtleistung eines Smartphones. Vom Snapdragon 8 Elite Gen 5 über die neue Vapor-Chamber-Kühlung und den schnellen Ultra+-RAM bis hin zum 165-Hertz-Display: Alles am OnePlus 15 ist auf Geschwindigkeit ausgelegt.



OxygenOS 16 orientiert sich weiterhin stark an iOS, wirkt dabei aber nie aufgesetzt. Neue Funktionen, insbesondere KI-gestützte Tools, sind durchdacht und wirklich nützlich. Auch Optik und Haptik wirken noch hochwertiger.



Die Fotografie hat sich durch die neue Hardware nicht grundsätzlich verbessert oder verschlechtert. Sie ist einfach anders. Neue Aufnahme- und Bearbeitungsoptionen machen das 15 jedoch zu einem mächtigen Kreativwerkzeug. Ich mag besonders den Look der Fotos aus der DetailMax-Engine.



Für die meisten Nutzer ist das OnePlus 15 ein kompromissloser Allrounder im aktuellen Flaggschiff-Segment, der vor allem Gamer beeindruckt. Wer besonders auf Kameraleistung Wert legt, findet mit dem Oppo Find X9 Pro eine vergleichbare Alternative mit stärkeren Objektiven.



Apple, Google und Samsung sind ebenfalls Optionen, doch trotz besserer Update-Unterstützung bringen ihre Flaggschiffe an anderer Stelle Abstriche mit, die schwer zu ignorieren sind. Besonders bei Akkulaufzeit und Ladeleistung gehört OnePlus weiterhin zu den Besten.



Technische Daten




OxygenOS 16 auf Android 16



6,78 Zoll, 19,8:9, 1.272 × 2.772 Pixel, LTPO OLED, 1–120 Hz mit 165 Hz Boost



Ultraschall-Fingerabdrucksensor im Display



Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5



12 GB (LPDDR5X Ultra) oder 16 GB (LPDDR5X Ultra+)



256 GB oder 512 GB (UFS 4.1)



Kameras:



50-MP-Hauptsensor 1/1,56 Zoll f/1,8 Sony IMX906 mit OIS



50-MP-Ultraweitwinkel 1/2,88 Zoll f/2,0 OmniVision OV50D, 116 Grad



50-MP-Tele 1/2,75 Zoll f/2,8 Samsung ISOCELL JN5, 3,5-fach Zoom mit OIS



32-MP-Frontkamera 1/2,74 Zoll f/2,4 Sony IMX709



Bis zu 4K Dolby Vision bei 120 fps



Stereo-Lautsprecher



Dual-SIM



Wi‑Fi 802.11 a/b/g/n/ac/6/7



Bluetooth 6.0



7.300 mAh



120 W SuperVOOC kabelgebunden



50 W AirVOOC kabellos



Magnetisches Zubehör-Ökosystem



161.4 × 76.7 × 8.1 mm (Sand Storm) | 8,2 mm (Ultra Violet / Infinity Black)



IP66 / IP68 / IP69 / IP69K



211 g (Sand Storm), 215 g (Ultra Violet / Infinity Black)



Farben: Sand Storm, Ultra Violet, Infinity Black




(PC-Welt)